Beamtenkasse

Verwaltungsfonds

Firmenprofil der Bayerischen Beamten-krankenkasse AG. Staaten lockt mit Subventionen Bedienstete in die öffentliche Kasse. Die Hansestadt hat den Weg gewiesen, jetzt folgen Brandenburg, Thüringen und Bremen. Die Beamten werden in allen drei Staaten im kommenden Jahr nicht mehr wirtschaftlich diskriminiert, wenn sie anstelle der privaten Krankenversicherung eine gesetzliche Krankenversicherung abschließen. Auch in Berlin bekommen die rechtlich versicherten Beamten in Kürze ein "Pauschalgeld". Bislang konnten sich die Beamten rechtlich versichern, müssen aber die anfallenden Ausgaben allein aufbringen.

Bei der PKV hingegen werden ihre Heilungskosten mit mind. 50 Prozentpunkten durch den sogenannten Zuschuss gefördert. Dies macht die gesetzlichen Krankenkassen für die Beamten überproportional teurer - und damit ein recht seltenes Notfallmittel für Chroniker oder die große Zahl von Kindern, die von den Privatpersonen besonders schwer bezahlt werden müssten. Hier haben Staatsbeamte seit der Jahresmitte 2018 eine wirkliche Wahlmöglichkeit in der Gesundheitsversicherung.

Die Entscheidung, dem Beispiel der Hansestadt zu folgen, erfolgte im rot-roten Brandenburg im Dez. 2018, in Thüringen (rot-rot-grün) und Bremen (rot-grün) wurden die Akzente letzte Wochen gesetzt. Schliesslich könnte der Rechtsschutz für Staatsbeamte in niedrigeren Klassen vorteilhafter sein - vor allem, wenn auch für die Kleinen eine Versicherung abgeschlossen werden müsste.

"Damit verstärken wir die Solidarität der GKV", sagt die grüne Politikerin. Von den rund 35.000 Staatsbeamten sind 4000 bereits jetzt auf freiwilliger Basis rechtlich mitversichert. Von der neuen Regelung genießen in Bremen nach heutigem Kenntnisstand genau 1644 Pflichtversicherte - das ist jeder achte der rund dreizehntausend Bediensteten in Bund und Stadt Bremen.

Nur etwa 1000 von insgesamt rund 30000 Staatsbeamten gibt es in Thüringen. Es ist nach Ansicht des brandenburgischen Finanzministeriums schwierig vorherzusagen, wie viele Menschen sich für die wirtschaftlich attraktivere staatliche Deckung und gegen eine private Krankenversicherung entscheiden. Mehr als 1000 Bedienstete haben sich seit der neuen Verordnung vom 8. Juli 2018 für eine Rechtsschutzversicherung entschlossen, berichtet kürzlich Gesundheitssekretärin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).

Dies gilt insbesondere für die Unterstufen. Im Hamburger Verwaltungsservice hat sich nach der Umstellung nahezu die Hälfe aller neuen Bediensteten für den Pflichtversicherungsschutz entschieden. Der Finanzaufwand für die neue Entscheidungsfreiheit wird in Bremen auf 4,6 Mio. EUR pro Jahr geschätzt. In Thüringen werden 2,5 Mio. aufkommen.

Dafür seien aber "erhebliche Kosteneinsparungen zu erwarten", wenn die zukünftigen rechtssicheren Staatsbeamten ausscheiden, betonte der Pressesprecher in Erfurt. Längst haben die Gruenen, die Linke und die SPD die besondere Stellung der Bediensteten in der Krankenkasse als "ein Stachel im Auge" bezeichnet. Der Beamte bildet das Herzstück der PKV, ohne ihn könnte sein Kreislauf ins Wanken geraten.

Ende 2017 hatte von den rund 8,8 Mio. voll versicherten Personen in der privaten Krankenversicherung fast die Hälfe Anspruch auf Leistungen, d.h. Staatsbeamte oder deren Angehörige. So beliefen sich die Hilfskosten in Thüringen im Jahr 2018 auf rund 97,6 Mio. E. In Thüringen beispielsweise. Bereits für 2020 erwartet das Bundesministerium 124 Mio. - was auf erhöhte Ausgaben für das Gesundheitswesen, eine Erhöhung des Durchschnittsalters der Staatsbeamten, aber auch auf eine Erhöhung der Anzahl der Beamtenlehrer zurückgeht.

Im Jahr 2006 hatte Thüringen im Gegensatz dazu noch 47 Mio. EUR an Beamtenhilfe verwaltet. In dem etwas dünn besiedelten Brandenburg beliefen sich die Hilfsausgaben im vergangenen Jahr auch auf rund 98 MECU.

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